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Provisionsteilung Käufer Verkäufer

Erfahren Sie, wie die Provisionsteilung zwischen Käufer und Verkäufer funktioniert und welche Kostenregelungen heute üblich sind.

Inhaltsverzeichnis

Der Ausdruck Provisionsteilung Käufer Verkäufer bezeichnet im Kern die vertraglich vereinbarte Aufteilung einer Vermittlungsprovision zwischen den beiden zentralen Vertragsparteien eines Kaufgeschäfts, nämlich dem Käufer und dem Verkäufer. Der Begriff wird vor allem in der Immobilienwirtschaft, aber auch im Handel mit hochwertigen Konsumgütern wie Fahrzeugen, Kunstwerken oder Unternehmensbeteiligungen verwendet. Er beschreibt ein Modell, bei dem die wirtschaftliche Last der Vergütung eines Vermittlers oder Maklers nicht ausschließlich von einer Partei getragen wird, sondern auf Käufer und Verkäufer verteilt wird. Dadurch entsteht eine besondere Konstellation rechtlicher, wirtschaftlicher und praktischer Konsequenzen, die im Folgenden systematisch erläutert wird.

Begriffsbestimmung und Grundprinzipien

Unter Provisionsteilung Käufer Verkäufer versteht man die Aufteilung einer zuvor festgelegten Provision, die für die erfolgreiche Vermittlung eines Geschäfts anfällt. Im Gegensatz zu Modellen, bei denen nur der Verkäufer oder nur der Käufer die Provision zahlt, sieht diese Form der Vergütung vor, dass beide Parteien anteilig an den Kosten beteiligt sind. Die konkrete Höhe der Provision, die Verteilungsschlüssel sowie die Fälligkeit werden in der Regel in Verträgen, Maklervereinbarungen oder AGB festgehalten. Zentral ist dabei, dass beide Parteien wirtschaftlich an der Bezahlung des Vermittlers beteiligt sind, was sowohl die Verhandlungssituation als auch die Interessenlage beeinflussen kann.

Das Grundprinzip der Provisionsteilung Käufer Verkäufer beruht auf der Überlegung, dass sowohl Käufer als auch Verkäufer von der Tätigkeit des Vermittlers profitieren. Der Verkäufer erhält Zugang zu potenziellen Interessenten und professionelle Unterstützung bei der Vermarktung, während der Käufer von Marktkenntnis, Objektprüfung und Verhandlungsführung profitiert. Die Provisionsteilung soll diese doppelte Nutzenstiftung widerspiegeln und die Vergütung auf beide Parteien verteilen. In vielen Märkten ist dieses Modell inzwischen gesetzlich oder branchenüblich verankert, in anderen Märkten hingegen bleibt es eine frei verhandelbare Option.

Rechtliche Einordnung

Vertragliche Grundlagen

Die rechtliche Basis der Provisionsteilung Käufer Verkäufer wird durch Maklerverträge, Vermittlungsverträge oder hybride Vertragsformen geschaffen. In diesen Vereinbarungen wird festgelegt, welche Partei in welchem Umfang die Provision schuldet, unter welchen Bedingungen die Provision entsteht und wann sie fällig wird. Üblicherweise wird der Vermittlervertrag zunächst mit dem Verkäufer geschlossen, der ein Objekt oder eine Ware veräußern möchte. Ergänzend kann ein Suchauftrag mit dem Käufer vereinbart werden, in dem ebenfalls eine Provisionspflicht geregelt ist. Die Kombination dieser Verträge führt in der Praxis zur Provisionsteilung.

Die Wirksamkeit der Provisionsteilung Käufer Verkäufer setzt voraus, dass beide Parteien die Provisionspflicht bewusst eingehen und diese transparent vereinbart wird. Unklare oder überraschende Klauseln können in bestimmten Rechtsordnungen unwirksam sein. In vielen Ländern existieren verbraucherschützende Regelungen, die eine besondere Aufklärungspflicht des Vermittlers vorsehen. Dazu gehört etwa die Pflicht, den Käufer rechtzeitig über die zu erwartende Provisionshöhe und die Art der Aufteilung zu informieren. Die Transparenz der Bedingungen ist somit ein zentrales rechtliches Erfordernis.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Je nach Rechtsordnung kann die Provisionsteilung Käufer Verkäufer gesetzlich geregelt, beschränkt oder in ihrer Ausgestaltung beeinflusst sein. In einigen Staaten wurden Gesetze eingeführt, die eine Mindestbeteiligung des Verkäufers an der Provision vorschreiben, um die wirtschaftliche Belastung des Käufers zu begrenzen. In anderen Rechtsordnungen bleibt die Aufteilung weitgehend der Vertragsfreiheit überlassen, solange keine sittenwidrigen oder irreführenden Praktiken vorliegen. Gesetzliche Vorgaben können etwa Höchstgrenzen für Provisionssätze, Formvorschriften für Maklerverträge oder Informationspflichten enthalten.

Die rechtliche Bewertung der Provisionsteilung Käufer Verkäufer hängt auch von der Einordnung des Vermittlers ab. Handelt es sich um einen unabhängigen Makler, einen Handelsvertreter oder einen fest angestellten Vertriebsmitarbeiter, so können unterschiedliche Vorschriften greifen. In der Praxis ist zudem von Bedeutung, ob der Vermittler ausschließlich eine Partei oder beide Parteien betreut. Insbesondere bei Doppelmaklertätigkeiten sind Transparenz und Interessenkonfliktmanagement gesetzlich und standesrechtlich relevant, damit die Provisionsteilung nicht zu einer Benachteiligung einer Partei führt.

Wirtschaftliche Bedeutung

Verteilung der Transaktionskosten

Die Provisionsteilung Käufer Verkäufer ist ein Instrument zur Verteilung von Transaktionskosten. Unter Transaktionskosten versteht man alle Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Anbahnung, Verhandlung und Abwicklung eines Geschäfts entstehen. Dazu zählen Suchkosten, Informationskosten und Verhandlungskosten. Der Vermittler reduziert diese Kosten, indem er Marktkenntnisse bündelt, Interessenten zusammenführt und den Prozess strukturiert. Die Provision vergütet diese Leistungen. Durch die Aufteilung der Provision werden die Transaktionskosten zwischen Käufer und Verkäufer geteilt, was die Hürde für den Einzelnen senken kann.

Für den Verkäufer bedeutet die Provisionsteilung Käufer Verkäufer, dass er nicht die gesamte Vermittlungsgebühr allein tragen muss. Dies kann seine Bereitschaft erhöhen, einen Makler oder Vermittler einzuschalten, insbesondere bei Objekten mit niedrigeren Margen. Für den Käufer kann die Beteiligung an der Provision zwar eine zusätzliche Belastung darstellen, zugleich erhält er jedoch Zugang zu professioneller Beratung und einem strukturierten Auswahlprozess. In Märkten mit hoher Nachfrage kann die Zahlung eines Provisionsanteils zudem als Eintrittspreis in ein professionell kuratiertes Angebot verstanden werden.

Preisbildung und Markttransparenz

Die Provisionsteilung Käufer Verkäufer beeinflusst die Preisbildung auf Märkten. Wenn der Verkäufer weiß, dass der Käufer einen Teil der Provision übernimmt, kann er seinen Angebotspreis anders kalkulieren, als wenn er die gesamte Provision alleine tragen müsste. Umgekehrt berücksichtigt der Käufer seine Provisionsbelastung bei der Bewertung des Gesamtpreises. In einem transparenten Markt werden sich diese Effekte in einem Gleichgewicht einpendeln, in dem der Gesamtaufwand für beide Parteien durch Wettbewerb begrenzt wird.

Markttransparenz spielt dabei eine zentrale Rolle. Werden Provisionssätze und Aufteilungsschlüssel offen kommuniziert, können Marktteilnehmer Angebote besser vergleichen. Die Provisionsteilung Käufer Verkäufer kann dann zu einer effizienteren Ressourcenallokation beitragen, weil Entscheidungen auf Basis vollständigerer Information getroffen werden. Intransparent gestaltete Provisionsmodelle bergen hingegen das Risiko, dass Käufer oder Verkäufer die tatsächliche Kostenbelastung unterschätzen und dadurch suboptimale Entscheidungen treffen.

Praktische Ausgestaltung

Typische Provisionsmodelle

In der Praxis existieren verschiedene Modelle der Provisionsteilung Käufer Verkäufer, die sich nach Branche, Region und Marktgepflogenheiten unterscheiden. Häufig anzutreffen sind folgende Varianten

  • Gleichmäßige Aufteilung Die Provision wird zu gleichen Teilen auf Käufer und Verkäufer verteilt. Beispielhaft zahlt jede Partei die Hälfte der vereinbarten Provision.
  • Asymmetrische Aufteilung Eine Partei trägt einen größeren Teil der Provision, etwa zwei Drittel, während die andere Partei nur ein Drittel übernimmt. Diese Variante wird oft gewählt, wenn eine Partei als wirtschaftlich stärker angesehen wird.
  • Deckelungsmodelle Eine Partei zahlt maximal einen festgelegten Höchstbetrag, während die andere Partei den darüber hinausgehenden Anteil der Provision übernimmt.
  • Staffelmodelle Die Höhe der Provisionsanteile variiert in Abhängigkeit von der Kaufpreishöhe oder vom Erreichungsgrad bestimmter Zielwerte.

Die konkrete Ausgestaltung der Provisionsteilung Käufer Verkäufer hängt häufig von der Verhandlungsmacht der Beteiligten ab. Verkäufer mit begehrten Objekten können versuchen, einen größeren Anteil auf den Käufer zu verlagern, während gut informierte Käufer auf eine ausgewogene oder käuferfreundliche Verteilung drängen.

Beispiele aus der Immobilienpraxis

Im Immobilienbereich ist die Provisionsteilung Käufer Verkäufer besonders verbreitet. Ein typisches Szenario sieht so aus Der Verkäufer beauftragt einen Makler mit der Vermarktung eines Wohnhauses. Der Makler vereinbart eine Gesamtprovision, die sich am Verkaufspreis orientiert. Im Exposé wird ausgewiesen, dass Käufer und Verkäufer jeweils einen bestimmten Prozentsatz des Kaufpreises als Provision zahlen. Kommt es zum Kaufvertrag, sind beide Parteien zur Zahlung ihres Anteils verpflichtet, sobald die gesetzlichen oder vertraglichen Voraussetzungen für die Fälligkeit erfüllt sind.

Dieses Modell der Provisionsteilung Käufer Verkäufer hat sich in vielen Regionen etabliert, weil es den Makler in die Lage versetzt, sowohl Käufer als auch Verkäufer intensiv zu betreuen. Der Makler kann Besichtigungen koordinieren, Unterlagen beschaffen, Finanzierungsfragen begleiten und Vertragsentwürfe erläutern, ohne dass eine Partei allein für die Kosten aufkommen muss. Gleichzeitig müssen Interessenkonflikte sorgfältig gemanagt werden, damit die neutrale Vermittlungsfunktion gewahrt bleibt.

Vorteile der Provisionsteilung

Aus Sicht des Verkäufers

Für den Verkäufer bietet die Provisionsteilung Käufer Verkäufer mehrere Vorteile. Zunächst reduziert sich seine direkte Kostenbelastung, da er nicht die gesamte Vermittlungsprovision alleine trägt. Dies kann insbesondere bei hochpreisigen Objekten spürbar sein. Durch die geteilte Provision kann der Verkäufer einen professionellen Vermittler beauftragen, ohne dass die Nettorendite des Verkaufs übermäßig sinkt.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Verkäufer durch die Provisionsteilung Käufer Verkäufer ein Signal an den Markt senden kann. Wenn Käufer wissen, dass sie einen Teil der Provision zahlen, interpretieren sie dies häufig als Hinweis auf eine ernsthafte und strukturierte Vermarktung. Der Verkäufer demonstriert damit, dass er bereit ist, mit einem professionellen Makler zusammenzuarbeiten und transparente Konditionen zu bieten. Dies kann die Attraktivität des Angebots erhöhen und die Vermarktungsdauer verkürzen.

Aus Sicht des Käufers

Auch Käufer können von der Provisionsteilung Käufer Verkäufer profitieren. Zwar bedeutet die Beteiligung an der Provision eine zusätzliche finanzielle Belastung, doch erhält der Käufer im Gegenzug Zugang zu professionellen Dienstleistungen. Der Vermittler kann bei der Objektauswahl unterstützen, Unterlagen prüfen, Vergleichswerte recherchieren und Verhandlungen begleiten. Diese Leistungen können dazu beitragen, Fehlentscheidungen zu vermeiden und einen angemessenen Kaufpreis zu erzielen.

Darüber hinaus kann die Provisionsteilung Käufer Verkäufer dazu führen, dass der Käufer stärker als Kunde des Vermittlers wahrgenommen wird. Wenn der Käufer selbst einen Teil der Provision zahlt, hat der Vermittler ein unmittelbares wirtschaftliches Interesse daran, auch dessen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Dies kann die Qualität der Beratung erhöhen und das Vertrauen in den Vermittlungsprozess stärken. Für viele Käufer ist diese Rollenverteilung ein entscheidendes Argument, sich auf eine Provisionsteilung einzulassen.

Nachteile und Kritikpunkte

Belastung der Erwerbsnebenkosten

Ein häufig genannter Kritikpunkt an der Provisionsteilung Käufer Verkäufer ist die Erhöhung der Erwerbsnebenkosten für den Käufer. Neben Kaufpreis, Steuern, Gebühren und Finanzierungskosten kann der Provisionsanteil einen erheblichen Posten darstellen. In Märkten mit hohen Preisen kann dies dazu führen, dass insbesondere private Käufer finanziell stark belastet werden. Kritiker sehen darin eine Hürde für den Erwerb von Eigentum und fordern teilweise gesetzliche Begrenzungen oder alternative Vergütungsmodelle.

Auch wird argumentiert, dass die Provisionsteilung Käufer Verkäufer in bestimmten Konstellationen zu einer Intransparenz der Gesamtkosten führen kann. Wenn der Käufer nur auf den Anteil achtet, den er selbst zahlt, und den vom Verkäufer getragenen Teil ausblendet, kann der tatsächliche wirtschaftliche Aufwand unterschätzt werden. Dies betrifft insbesondere Situationen, in denen der Verkäufer seinen Provisionsanteil in den Kaufpreis einrechnet und so indirekt auf den Käufer überträgt.

Interessenkonflikte des Vermittlers

Ein weiterer Kritikpunkt an der Provisionsteilung Käufer Verkäufer betrifft potenzielle Interessenkonflikte des Vermittlers. Wenn der Makler sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer bezahlt wird, besteht die Gefahr, dass er nicht vollständig neutral agieren kann. Der Vermittler könnte versucht sein, vor allem die Interessen der Partei zu berücksichtigen, die den höheren Provisionsanteil zahlt oder die langfristig attraktivere Kundschaft darstellt. Um dieses Risiko zu minimieren, sind klare vertragliche Regelungen, Transparenz und ein professioneller Verhaltenskodex erforderlich.

In der Praxis wird die Provisionsteilung Käufer Verkäufer daher häufig mit besonderen Informationspflichten verbunden. Der Vermittler muss offenlegen, in welchem Umfang er von welcher Partei vergütet wird, und sicherstellen, dass beide Seiten über die Provisionsstruktur informiert sind. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass eine Partei von der Doppeltätigkeit überrascht wird oder sich einseitig benachteiligt fühlt.

Internationale Unterschiede

Regionale Marktgepflogenheiten

Die Ausgestaltung der Provisionsteilung Käufer Verkäufer variiert stark zwischen verschiedenen Ländern und Regionen. In manchen Märkten ist es üblich, dass ausschließlich der Verkäufer die Provision trägt, während in anderen Märkten die Kosten nahezu vollständig auf den Käufer abgewälzt werden. Dazwischen existieren zahlreiche Mischformen, in denen die Provision in unterschiedlicher Weise geteilt wird. Diese Unterschiede sind historisch, rechtlich und kulturell gewachsen und spiegeln die jeweiligen Marktstrukturen wider.

In international geprägten Märkten führt die unterschiedliche Handhabung der Provisionsteilung Käufer Verkäufer gelegentlich zu Missverständnissen. Käufer und Verkäufer mit Erfahrung in einem bestimmten System übertragen ihre Erwartungen auf andere Märkte und sind dann überrascht, wenn dort andere Regeln gelten. Für grenzüberschreitende Transaktionen ist es daher besonders wichtig, die lokalen Gepflogenheiten zu kennen und die Provisionsverteilung frühzeitig zu klären.

Einfluss globaler Trends

Globale Entwicklungen wie Digitalisierung, Plattformökonomie und zunehmende Vergleichbarkeit von Dienstleistungen beeinflussen auch die Provisionsteilung Käufer Verkäufer. Onlineportale, hybride Vermittlungsmodelle und automatisierte Beratungsangebote verändern die Kostenstrukturen und damit auch die Bereitschaft von Käufern und Verkäufern, bestimmte Provisionsmodelle zu akzeptieren. In einigen Märkten entstehen alternative Vergütungsformen, etwa pauschale Servicegebühren oder erfolgsunabhängige Honorare, die die klassische Provisionsteilung ergänzen oder teilweise ersetzen.

Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für Transparenz und Verbraucherschutz. Dies führt dazu, dass die Provisionsteilung Käufer Verkäufer häufiger öffentlich diskutiert und reguliert wird. Branchenverbände, Gesetzgeber und Verbraucherorganisationen befassen sich mit Fragen der Fairness, der Informationspflichten und der Angemessenheit von Provisionshöhen. In dieser Diskussion wird die Provisionsteilung nicht nur als technisches Vergütungsmodell, sondern auch als Ausdruck der Machtverhältnisse zwischen Marktteilnehmern verstanden.

Gestaltungsmöglichkeiten und Verhandlung

Verhandlungsspielräume

Die Provisionsteilung Käufer Verkäufer ist in vielen Fällen verhandelbar. Sowohl Käufer als auch Verkäufer können versuchen, ihre Provisionslast durch geschickte Vertragsgestaltung zu beeinflussen. Dabei spielen Faktoren wie Marktlage, Objektattraktivität, Verhandlungserfahrung und Alternativen zum konkreten Geschäft eine Rolle. In einem Verkäufermarkt mit hoher Nachfrage ist der Spielraum des Käufers oft begrenzt, während in einem Käufermarkt der Verkäufer eher bereit sein kann, einen größeren Provisionsanteil zu übernehmen.

In der Verhandlung über die Provisionsteilung Käufer Verkäufer ist es wichtig, die Gesamtkosten des Geschäfts im Blick zu behalten. Eine geringe Provisionsbelastung kann durch einen höheren Kaufpreis kompensiert werden und umgekehrt. Daher sollte die Provisionsfrage nie isoliert betrachtet werden, sondern stets im Zusammenhang mit dem Gesamtpaket aus Preis, Leistung und Risiko. Professionelle Vermittler können hier beratend wirken, indem sie die wirtschaftlichen Auswirkungen verschiedener Aufteilungsmodelle erläutern.

Vertragliche Klarheit

Unabhängig von der konkret gewählten Form der Provisionsteilung Käufer Verkäufer ist vertragliche Klarheit von zentraler Bedeutung. Die Höhe der Provision, der Aufteilungsschlüssel, die Fälligkeit, die Erfolgsbedingungen und eventuelle Sonderregelungen sollten eindeutig und verständlich formuliert sein. Unklare oder widersprüchliche Klauseln bergen das Risiko späterer Streitigkeiten und können das Vertrauen in den Vermittlungsprozess beeinträchtigen.

Zur Sicherung der Transparenz empfiehlt es sich, die Provisionsteilung Käufer Verkäufer sowohl im Vermittlungsvertrag als auch in den relevanten Kommunikationsmitteln auszuweisen. Dazu gehören Exposés, Informationsblätter und gegebenenfalls Vertragsentwürfe. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass alle Beteiligten die Provisionsstruktur kennen, bevor sie rechtlich bindende Erklärungen abgeben.

Rolle der Vermittler und Makler

Aufgabenprofil

Die Provisionsteilung Käufer Verkäufer beeinflusst das Aufgabenprofil von Vermittlern und Maklern. Da beide Parteien zur Vergütung beitragen, ist der Vermittler gefordert, die Interessen von Käufer und Verkäufer gleichermaßen zu berücksichtigen. Zu seinen Aufgaben gehören typischerweise die Marktanalyse, die Erstellung und Verbreitung von Angeboten, die Organisation von Besichtigungen, die Beschaffung relevanter Unterlagen, die Moderation von Verhandlungen sowie die Unterstützung bei der Vertragsabwicklung.

Durch die Provisionsteilung Käufer Verkäufer erweitert sich häufig auch der Beratungsumfang. Der Vermittler wird nicht nur als Verkäufervertreter wahrgenommen, sondern als Mittler, der beiden Seiten Informationen und Einschätzungen zur Verfügung stellt. Dies erfordert ein hohes Maß an Fachkompetenz, Kommunikationsfähigkeit und Integrität. Gleichzeitig muss der Vermittler darauf achten, keine rechtliche Beratung zu leisten, die spezialisierten Berufsgruppen vorbehalten ist.

Honorierung und Leistungsanreize

Die Art der Vergütung beeinflusst die Leistungsanreize des Vermittlers. Bei der Provisionsteilung Käufer Verkäufer ist der Erfolg des Geschäfts die Grundlage für die Honorierung. Der Vermittler hat daher ein Interesse daran, dass ein Abschluss zustande kommt und dass der Kaufpreis innerhalb eines wirtschaftlich sinnvollen Rahmens liegt. Da beide Parteien an der Provision beteiligt sind, entsteht ein Anreiz, eine Lösung zu finden, die für Käufer und Verkäufer akzeptabel ist.

Gleichzeitig kann die Provisionsteilung Käufer Verkäufer dazu beitragen, die Abhängigkeit des Vermittlers von einer einzelnen Partei zu verringern. Wenn sowohl Käufer als auch Verkäufer als Auftraggeber auftreten, verteilt sich das wirtschaftliche Risiko. Dies kann die Stabilität des Geschäftsmodells erhöhen und dem Vermittler ermöglichen, seine Leistungen breiter auszurichten. Entscheidend bleibt jedoch, dass die Vergütung in einem angemessenen Verhältnis zum Umfang und zur Qualität der erbrachten Leistungen steht.

Zusammenfassende Einordnung

Die Provisionsteilung Käufer Verkäufer ist ein etabliertes Modell zur Vergütung von Vermittlungsleistungen, das in vielen Märkten eine zentrale Rolle spielt. Es basiert auf der Idee, dass sowohl Käufer als auch Verkäufer vom Einsatz eines professionellen Vermittlers profitieren und daher an dessen Bezahlung beteiligt sein sollten. Dieses Modell beeinflusst die Verteilung von Transaktionskosten, die Preisbildung, die Markttransparenz und die Rollenverteilung zwischen den Beteiligten. Es bietet Vorteile in Form reduzierter Einzelbelastungen, erweiterter Beratungsleistungen und verbesserter Marktorganisation, ist jedoch auch mit Kritikpunkten wie erhöhter Kostenbelastung für Käufer und potenziellen Interessenkonflikten verbunden.

In der Praxis erfordert die Provisionsteilung Käufer Verkäufer klare vertragliche Regelungen, transparente Kommunikation und ein professionelles Verhalten der Vermittler. Nationale Rechtsordnungen, Marktgepflogenheiten und globale Trends prägen die konkrete Ausgestaltung und Entwicklung dieses Modells. Für Marktteilnehmer ist es daher wichtig, die Funktionsweise, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die wirtschaftlichen Folgen der Provisionsteilung zu verstehen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. In dieser Gesamtschau erweist sich die Provisionsteilung Käufer Verkäufer als vielschichtiger Begriff, der rechtliche, ökonomische und praktische Dimensionen vereint und dessen Bedeutung eng mit der Organisation moderner Märkte und der Gestaltung fairer Transaktionen verbunden ist.

Häufige Fragen zu „Provisionsteilung Käufer Verkäufer“

Unter Provisionsteilung versteht man, dass sich Käufer und Verkäufer die Maklerprovision teilen, anstatt dass nur eine Partei sie komplett zahlt. Üblich ist, dass beide Seiten einen prozentual gleichen Anteil an der vereinbarten Maklercourtage übernehmen.

Die genaue Höhe hängt von der Region und der Vereinbarung mit dem Makler ab. Oft zahlen Käufer und Verkäufer jeweils etwa die Hälfte der Gesamtprovision, zum Beispiel je 3 Prozent des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer.

Grundlage ist der Maklervertrag, den meist zuerst der Verkäufer abschließt. Darin kann geregelt sein, ob und in welcher Höhe der Käufer später ebenfalls einen Teil der Provision übernimmt.

Für den Verkäufer kann es attraktiver sein, weil die Kosten nicht vollständig bei ihm liegen und der Angebotspreis konkurrenzfähig bleibt. Käufer profitieren oft von mehr Transparenz, da klar geregelt ist, wie hoch ihr Anteil an der Provision ist.

Die Vereinbarung zur Provisionsteilung wird in der Regel im Maklervertrag und gegebenenfalls in einer separaten Provisionsvereinbarung dokumentiert. Im notariellen Kaufvertrag wird häufig nur erwähnt, dass eine Maklerbeteiligung besteht, die genauen Konditionen stehen aber meist in den Maklerunterlagen.

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