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Bewertungszahl Bausparvertrag

Die Bewertungszahl beim Bausparvertrag zeigt, wie nah Sie der Zuteilung und damit Ihrem Bauspardarlehen bereits gekommen sind.

Inhaltsverzeichnis

Die Bewertungszahl Bausparvertrag ist ein zentrales Ordnungs und Steuerungsinstrument im deutschen Bausparwesen. Sie dient der objektiven Reihenfolgefestlegung unter den Bausparverträgen einer Tarifgemeinschaft und entscheidet maßgeblich darüber, wann ein einzelner Bausparer die Zuteilungsreife erreicht und damit Anspruch auf das Bauspardarlehen erwirbt. Als Kennzahl verbindet die Bewertungszahl Bausparvertrag verschiedene Vertragsparameter wie Sparguthaben, Sparzeit und tarifliche Vorgaben zu einer einzigen rechnerischen Größe, die den individuellen Vertragsfortschritt im Verhältnis zu anderen Verträgen abbildet.

Begriffsbestimmung und Funktion

Unter der Bewertungszahl Bausparvertrag versteht man eine mathematisch definierte Kennziffer, die von der jeweiligen Bausparkasse nach einem festgelegten, im Regelwerk beschriebenen Schema berechnet wird. Diese Kennziffer ordnet jeden Bausparvertrag innerhalb eines Kollektivs ein. Je höher die Bewertungszahl Bausparvertrag ausfällt, desto weiter ist der Vertrag in Richtung Zuteilung fortgeschritten und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Vertrag in absehbarer Zeit die Zuteilungsreife erreicht. Die Bewertungszahl ist somit kein abstrakter theoretischer Wert, sondern ein praktisches Steuerungsinstrument, das unmittelbar über die Verfügbarkeit der Bausparmittel entscheidet.

Die Funktion der Bewertungszahl Bausparvertrag lässt sich in drei Kernaufgaben gliedern. Erstens dient sie der Gleichbehandlung aller Bausparer, indem sie eine nachvollziehbare und schematische Reihenfolge der Zuteilung ermöglicht. Zweitens unterstützt sie die Steuerung des Bausparkollektivs durch die Bausparkasse, weil aus der Verteilung der Bewertungszahlen Rückschlüsse auf Sparverhalten, Mittelzufluss und künftigen Darlehensbedarf gezogen werden können. Drittens wirkt die Bewertungszahl als Orientierungshilfe für Bausparer, die aus ihr in Verbindung mit weiteren Informationen die ungefähre zeitliche Perspektive bis zur Zuteilung ableiten können.

Rechtliche und organisatorische Einbettung

Die Bewertungszahl Bausparvertrag ist in ein System von gesetzlichen Vorgaben, aufsichtsrechtlichen Regelungen und internen Richtlinien eingebettet. Das Bauspargeschäft unterliegt speziellen Vorschriften, die sich aus dem Kreditwesengesetz sowie aus Verordnungen und Rundschreiben der Bankenaufsicht ergeben. Innerhalb dieses Rahmens legen die Bausparkassen in ihren Allgemeinen Bausparbedingungen und Tarifbeschreibungen fest, wie die Bewertungszahl Bausparvertrag im Einzelnen ermittelt wird. Somit existiert kein einheitlicher, für alle Institute identischer Berechnungsweg, wohl aber gemeinsame Grundprinzipien wie die Berücksichtigung von Sparguthaben, Sparzeit und tariflichen Bewertungsfaktoren.

Organisatorisch ist die Bewertungszahl Bausparvertrag Teil des sogenannten Kollektivgedankens. Bausparen beruht auf dem Zusammenschluss vieler Sparer zu einer Gemeinschaft, in der die Einzahlungen der einen Bausparer zur Finanzierung der Darlehen anderer Bausparer verwendet werden. Die gerechte Verteilung der knappen Zuteilungsmittel erfordert ein neutrales und transparentes System. Genau hierfür wird die Bewertungszahl eingesetzt. Sie ermöglicht, dass nicht subjektive Kriterien, sondern eine im Vorfeld festgelegte Formel über die Reihenfolge der Zuteilung entscheidet.

Berechnungsgrundlagen und typische Komponenten

Die konkrete Berechnung der Bewertungszahl Bausparvertrag unterscheidet sich von Bausparkasse zu Bausparkasse und von Tarif zu Tarif. Dennoch lassen sich wiederkehrende Elemente identifizieren, die in vielen Modellen anzutreffen sind.

Sparguthaben als Kernfaktor

Im Zentrum der Berechnung steht in der Regel das angesparte Guthaben. Dieses umfasst die Summe der vom Bausparer geleisteten Einzahlungen zuzüglich gutgeschriebener Zinsen und gegebenenfalls staatlicher Förderungen, soweit sie in die Bewertung einfließen. Das Sparguthaben wird häufig mit einem tarifabhängigen Faktor multipliziert, um seine Bedeutung für die Bewertungszahl Bausparvertrag zu skalieren.

Die Höhe des Sparguthabens ist ein unmittelbarer Ausdruck der bisherigen Beteiligung des Bausparers am Kollektiv und spiegelt seine Leistungsbereitschaft zur Bildung der gemeinsamen Mittel wider.

Ein höheres Sparguthaben führt bei ansonsten gleichen Bedingungen zu einer höheren Bewertungszahl Bausparvertrag. Dadurch wird ein Bausparer, der frühzeitig und kontinuierlich spart, im Bewertungsgefüge bevorzugt, ohne dass dies zu einer unfairen Benachteiligung anderer führt. Vielmehr wird eine verlässliche und planbare Sparleistung honoriert.

Sparzeit und Zeitgewichtung

Neben der absoluten Guthabenhöhe spielt die Dauer der Sparzeit eine wesentliche Rolle. Viele Berechnungsmodelle berücksichtigen, wie lange das Guthaben bereits im Kollektiv zur Verfügung steht. Dies geschieht durch sogenannte Zeitfaktoren oder Bewertungsmonate. Die Bewertungszahl Bausparvertrag steigt typischerweise mit zunehmender Vertragsdauer, sofern regelmäßige Einzahlungen erfolgen und die tariflichen Mindestanforderungen erfüllt werden.

Die Zeitgewichtung soll sicherstellen, dass nicht allein die kurzfristige Einzahlung hoher Beträge über die Zuteilungsreife entscheidet. Stattdessen wird das langfristige, planmäßige Sparverhalten gewürdigt. Ein Vertrag, der über viele Jahre hinweg mit konstanten Raten bespart wird, erreicht daher eine solide Bewertungszahl Bausparvertrag, selbst wenn die absolute Guthabenhöhe zunächst geringer ausfällt als bei einem Vertrag mit kurzfristig hohen Einmalzahlungen.

Tarifliche Faktoren und Bewertungsformeln

Die Bausparkassen verwenden für jeden Tarif eigene Bewertungsformeln. Diese werden in den Tarifunterlagen beschrieben und enthalten in der Regel Gewichtungsfaktoren für Guthaben, Zeit und teilweise weitere Elemente wie Mindestanspargrad oder Mindestsparzeit. Die Bewertungszahl Bausparvertrag ergibt sich aus der Anwendung dieser Formel auf den individuellen Vertrag.

In vereinfachter Form kann eine Bewertungsformel etwa so interpretiert werden, dass das vorhandene Guthaben mit einem Zins oder einem Punktesatz multipliziert und über die Anzahl der Bewertungsmonate aufsummiert wird. Obwohl die mathematischen Details je nach Tarif unterschiedlich sind, bleibt das Grundprinzip gleich. Die Formel erzeugt eine kumulative Kennzahl, die den bisherigen Beitrag des Vertrages am Kollektiv abbildet und dadurch eine vergleichbare Leistungsbilanz erzeugt.

Rolle bei der Zuteilung des Bausparvertrages

Die Bewertungszahl Bausparvertrag ist eng mit dem Begriff der Zuteilungsreife verknüpft. Ein Bausparvertrag gilt als zuteilungsreif, wenn bestimmte, im Tarif definierte Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören in der Regel ein Mindestguthaben, ein bestimmter Prozentsatz der Bausparsumme als angespartes Kapital und eine Mindestbewertungszahl. Erst wenn alle Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind, kann der Vertrag in die Zuteilung gelangen.

Voraussetzungen für die Zuteilungsreife

Typische Voraussetzungen sind:

  • Erreichen eines tariflich festgelegten Mindestanspargrades
  • Einhalten einer Mindestsparzeit oder Mindestvertragsdauer
  • Erreichen einer bestimmten Bewertungszahl Bausparvertrag
  • Vorliegen ausreichender Zuteilungsmittel im Kollektiv

Die Bewertungszahl fungiert hierbei als Filter, der sicherstellt, dass nur solche Verträge zuteilungsreif werden, die im Verhältnis zu den anderen Verträgen einen ausreichenden Fortschritt aufweisen. Selbst wenn ein Bausparer das notwendige Mindestguthaben angespart hat, kann der Vertrag noch nicht zuteilungsreif sein, wenn die Bewertungszahl Bausparvertrag unterhalb der tariflich geforderten Schwelle liegt.

Reihenfolge der Zuteilung

Ist ein Vertrag grundsätzlich zuteilungsreif, entscheidet die Höhe der Bewertungszahl Bausparvertrag über die Reihenfolge, in der die Bausparkasse die Zuteilung tatsächlich vollzieht. Da die verfügbaren Mittel je Bewertungsstichtag begrenzt sind, können nicht immer alle zuteilungsreifen Verträge gleichzeitig bedient werden. In dieser Situation werden die Verträge mit der höchsten Bewertungszahl bevorzugt. Verträge mit niedrigerer Bewertungszahl folgen, sobald zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen.

Auf diese Weise wirkt die Bewertungszahl Bausparvertrag als neutrales Ordnungsprinzip, das die Verteilung der Zuteilungsmittel transparent regelt. Bausparer, die über einen längeren Zeitraum konsequent sparen und damit eine hohe Bewertungszahl erreichen, haben eine größere Wahrscheinlichkeit, frühzeitig in den Genuss des Bauspardarlehens zu kommen.

Bedeutung für Bausparer und Beratung

Für Bausparer besitzt die Bewertungszahl Bausparvertrag eine unmittelbare praktische Relevanz. Sie beeinflusst nicht nur den Zeitpunkt der Zuteilung, sondern auch die Planbarkeit von Finanzierungen für Bau, Kauf oder Modernisierung von Wohneigentum. Um die Kennzahl sinnvoll nutzen zu können, ist ein grundlegendes Verständnis ihrer Wirkungsweise erforderlich.

Orientierungsgröße für den Zuteilungszeitpunkt

Viele Bausparkassen informieren ihre Kunden regelmäßig über die Entwicklung der Bewertungszahl. In Verbindung mit den tariflichen Mindestanforderungen und Prognosen der Bausparkasse lässt sich daraus eine grobe Einschätzung ableiten, wann der Vertrag voraussichtlich zuteilungsreif wird. Die Bewertungszahl Bausparvertrag wird damit zu einem Planungsinstrument, das in die zeitliche Gestaltung von Bau oder Kaufvorhaben einfließt.

Bausparer, die zu einem bestimmten Zeitpunkt auf das Bauspardarlehen angewiesen sind, können ihr Sparverhalten anpassen, um die Entwicklung der Bewertungszahl zu fördern. Regelmäßige Einzahlungen, das Vermeiden von Pausen und gegebenenfalls Sonderzahlungen tragen dazu bei, die Bewertungszahl zu steigern und die Chancen auf eine frühere Zuteilung zu verbessern.

Beratungsrelevanz im Vertrieb

In der Beratungspraxis spielt die Bewertungszahl Bausparvertrag eine wichtige Rolle. Berater erläutern ihren Kunden, wie sich die Kennzahl entwickelt, welche Faktoren sie beeinflussen und welche Maßnahmen geeignet sind, um die gewünschten Ziele zu erreichen. Dabei wird deutlich gemacht, dass die Bewertungszahl nicht isoliert betrachtet werden darf, sondern stets im Kontext von Bausparsumme, Sparrate, Laufzeit und Zinsbedingungen steht.

Eine verständliche Erklärung der Bewertungszahl schafft Transparenz und stärkt das Vertrauen der Kunden in die Funktionsweise des Bausparsystems.

Durch anschauliche Beispiele und Modellrechnungen können Berater verdeutlichen, wie sich unterschiedliche Sparverläufe auf die Bewertungszahl Bausparvertrag auswirken. So wird das abstrakte Konzept greifbar und unterstützt eine fundierte Entscheidung des Kunden.

Systematische Einordnung im Bausparwesen

Die Bewertungszahl Bausparvertrag ist nicht isoliert zu betrachten, sondern als Bestandteil eines umfassenden Systems von Kennzahlen, Regeln und Mechanismen, die das Bausparwesen prägen. Sie steht in Wechselwirkung mit weiteren Größen wie Kollektivreserve, Zuteilungsmasse und Tarifstruktur.

Kollektivsteuerung und Stabilität

Aus Sicht der Bausparkasse dient die Bewertungszahl der Steuerung des Bausparkollektivs. Durch die Aggregation der Bewertungszahlen aller Verträge lassen sich Prognosen über den künftigen Darlehensbedarf und die erforderliche Liquidität erstellen. Die Bewertungszahl Bausparvertrag liefert damit indirekt Informationen über die Stabilität des Systems und die Fähigkeit, Zuteilungswünsche zu erfüllen.

Eine ausgewogene Verteilung der Bewertungszahlen ist ein Indikator für ein gut funktionierendes Kollektiv. Häufen sich hingegen Verträge mit sehr hoher Bewertungszahl, ohne dass entsprechende Zuteilungsmittel zur Verfügung stehen, kann dies auf eine temporäre Überlastung hindeuten. In solchen Situationen prüfen Bausparkassen, ob tarifliche Anpassungen, veränderte Konditionen oder andere Maßnahmen erforderlich sind, um die langfristige Funktionsfähigkeit zu sichern.

Abgrenzung zu anderen Kennzahlen

Die Bewertungszahl Bausparvertrag ist von anderen Kennzahlen zu unterscheiden, die im Bausparwesen verwendet werden. Während die Bewertungszahl in erster Linie der Zuteilungsreihenfolge dient, gibt es weitere Größen wie den Anspargrad, der das Verhältnis von aktuellem Guthaben zur Bausparsumme beschreibt, oder den Beleihungsauslauf, der im Rahmen der Kreditprüfung relevant wird. Die Bewertungszahl ist somit keine Bonitätskennzahl, sondern eine kollektive Fortschrittskennzahl.

Für Bausparer ist es wichtig zu verstehen, dass eine hohe Bewertungszahl Bausparvertrag zwar den Zugang zum Bauspardarlehen erleichtert, jedoch nicht die individuelle Kreditwürdigkeit ersetzt. Vor der Darlehensauszahlung erfolgt eine gesonderte Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse, die unabhängig von der Bewertungszahl durchgeführt wird.

Praktische Auswirkungen und typische Konstellationen

In der Praxis zeigt sich die Wirkung der Bewertungszahl Bausparvertrag in unterschiedlichen Konstellationen, die im Alltag von Bausparern und Beratern eine Rolle spielen. Einige dieser Konstellationen lassen sich exemplarisch beschreiben.

Regelmäßiges Sparen mit planbarer Zuteilung

Ein Bausparer, der von Beginn an eine konstante monatliche Sparrate leistet und keine Unterbrechungen zulässt, wird im Verlauf der Jahre eine stetig steigende Bewertungszahl aufbauen. In vielen Fällen kann die Bausparkasse auf dieser Basis eine relativ verlässliche Prognose abgeben, wann die Zuteilung voraussichtlich erfolgen wird. Die Bewertungszahl Bausparvertrag entwickelt sich in einem solchen Szenario gleichmäßig und bildet den planmäßigen Vertragsverlauf ab.

Diese Konstellation entspricht dem klassischen Leitbild des Bausparens. Die Bewertungszahl erfüllt hier ihre Funktion als objektive Messlatte für den Vertragsfortschritt und bestätigt dem Bausparer, dass sein Sparverhalten im Einklang mit den tariflichen Erwartungen steht.

Unregelmäßige Einzahlungen und Verzögerungen

In einer anderen Konstellation leistet ein Bausparer seine Einzahlungen unregelmäßig, setzt Zahlungen zeitweise aus oder reduziert die Sparrate deutlich. In der Folge wächst das Guthaben langsamer, und die Bewertungszahl Bausparvertrag steigt weniger stark an. Dies kann dazu führen, dass die tariflich geforderte Mindestbewertungszahl später erreicht wird als ursprünglich geplant.

Eine solche Entwicklung wirkt sich unmittelbar auf den Zuteilungszeitpunkt aus. Selbst wenn der Bausparer zu einem späteren Zeitpunkt höhere Einmalzahlungen leistet, kann es einige Zeit dauern, bis die Bewertungszahl wieder das Niveau erreicht, das für die Zuteilung erforderlich ist. Die Kennzahl reagiert damit nicht nur auf den absoluten Guthabenstand, sondern auch auf die Historie des Sparverhaltens.

Sonderzahlungen und Beschleunigung der Zuteilung

In bestimmten Situationen kann eine Sonderzahlung dazu beitragen, die Bewertungszahl Bausparvertrag deutlich zu erhöhen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Bewertungsformel Sonderzahlungen vollständig in die Berechnung einbezieht und die Zeit bis zur Zuteilung noch ausreichend lang ist, damit die Zahlung über mehrere Bewertungsperioden Wirkung entfalten kann.

Allerdings ist zu beachten, dass eine Sonderzahlung allein nicht garantiert, dass die Zuteilung sofort erfolgt. Die Bewertungszahl muss weiterhin die tarifliche Mindestgrenze überschreiten, und es müssen ausreichende Zuteilungsmittel vorhanden sein. Die Sonderzahlung ist daher ein Instrument zur Beschleunigung, jedoch kein automatischer Auslöser der Zuteilung.

Informationszugang und Transparenz

Die Nachvollziehbarkeit der Bewertungszahl Bausparvertrag ist für das Vertrauen in das Bausparsystem von großer Bedeutung. Bausparkassen stellen ihren Kunden in der Regel Informationen zur Verfügung, aus denen die aktuelle Bewertungszahl hervorgeht. Diese Informationen können in Kontoauszügen, Jahresübersichten oder im Onlinebanking bereitgestellt werden.

Darstellung gegenüber Kunden

In der Darstellung wird häufig nicht die vollständige Berechnungsformel wiedergegeben, sondern eine vereinfachte Erklärung der maßgeblichen Einflussgrößen. Ziel ist es, die Funktionsweise der Bewertungszahl Bausparvertrag verständlich zu machen, ohne die Kunden mit technischen Details zu überfordern. Gleichzeitig achten die Institute darauf, dass die wesentlichen Parameter offen gelegt werden, damit der Bausparer die Entwicklung seiner Kennzahl nachvollziehen kann.

Einige Bausparkassen bieten ergänzend Simulationstools an, mit denen Kunden verschiedene Sparverläufe durchspielen und deren Auswirkungen auf die Bewertungszahl abschätzen können. Auf diese Weise wird die abstrakte Kennzahl in ein praktisches Planungsinstrument verwandelt.

Verständlichkeit und Grenzen der Prognose

Obwohl die Bewertungszahl Bausparvertrag eine zentrale Orientierungsgröße darstellt, bleibt jede Prognose zum Zuteilungszeitpunkt mit Unsicherheiten behaftet. Änderungen im Sparverhalten, tarifliche Anpassungen oder Verschiebungen im gesamten Bausparkollektiv können die Entwicklung der Bewertungszahl beeinflussen. Bausparkassen weisen daher darauf hin, dass Prognosen beispielhaften Charakter haben und keine verbindliche Zusage darstellen.

Für den Bausparer bedeutet dies, dass die Bewertungszahl als hilfreiche, aber nicht absolut verbindliche Planungsgröße zu verstehen ist. Eine kontinuierliche Beobachtung der Kennzahl und ein regelmäßiger Austausch mit der Bausparkasse oder dem Berater tragen dazu bei, die eigene Planung an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen.

Wirtschaftliche und historische Einordnung

Die Bewertungszahl Bausparvertrag ist historisch vor dem Hintergrund des kollektiven Bauspargedankens entstanden. Bereits in den frühen Formen des Bausparens bestand die Herausforderung darin, eine gerechte Reihenfolge für die Vergabe der Darlehen zu finden. Mit zunehmender Verbreitung und Professionalisierung des Bausparwesens entwickelte sich die Bewertungszahl zu einem standardisierten Instrument, das diese Aufgabe systematisch löst.

Wirtschaftlich betrachtet spiegelt die Bewertungszahl die Balance zwischen Sparphase und Darlehensphase wider. Ein funktionierendes Bausparsystem erfordert, dass zu jedem Zeitpunkt ausreichend Mittel vorhanden sind, um die zugesagten Darlehen auszuzahlen. Die Bewertungszahl Bausparvertrag hilft dabei, den Übergang von der Sparphase zur Darlehensphase zu steuern und Überlastungen des Systems zu vermeiden.

Anpassungsfähigkeit an Marktveränderungen

Im Laufe der Zeit haben sich die Rahmenbedingungen des Kapitalmarktes verändert, etwa durch Zinsentwicklungen oder regulatorische Vorgaben. Bausparkassen passen ihre Tarife und Bewertungsregeln an diese Veränderungen an, um die Attraktivität und Stabilität des Bausparens zu erhalten. Die Grundidee der Bewertungszahl Bausparvertrag bleibt dabei erhalten, auch wenn Details der Berechnung modifiziert werden.

Diese Anpassungsfähigkeit zeigt sich beispielsweise in der Einführung neuer Tarife mit veränderten Gewichtungen von Sparzeit und Guthaben oder in der Ausgestaltung von Spezialtarifen für bestimmte Zielgruppen. In allen Fällen bleibt die Bewertungszahl das zentrale Kriterium für die Zuteilungssteuerung.

Zusammenfassende Charakterisierung

Die Bewertungszahl Bausparvertrag ist eine vielschichtige Kennzahl mit klar umrissener Funktion. Sie verbindet individuelle Vertragsdaten mit kollektiven Steuerungszielen und bildet damit eine Brücke zwischen den Interessen des einzelnen Bausparers und den Anforderungen des gesamten Bausparkollektivs. Als objektives Ordnungsprinzip gewährleistet sie eine faire und nachvollziehbare Reihenfolge bei der Vergabe von Bauspardarlehen.

Für den Bausparer ist die Bewertungszahl Bausparvertrag zugleich ein Indikator für den eigenen Vertragsfortschritt und ein Instrument zur Planung der persönlichen Bau oder Kaufvorhaben. Durch ein bewusst gestaltetes Sparverhalten kann er die Entwicklung der Kennzahl beeinflussen und damit die eigene Position im Zuteilungssystem verbessern. Die Bausparkasse nutzt die aggregierten Bewertungszahlen zur Steuerung des Kollektivs und zur Sicherung der langfristigen Funktionsfähigkeit des Bausparmodells.

In ihrer Gesamtheit verkörpert die Bewertungszahl Bausparvertrag den Kern des kollektiven Bausparprinzips. Sie macht den Beitrag jedes einzelnen Vertrags zur Gemeinschaft messbar und übersetzt ihn in eine klare, regelgebundene Reihenfolge für die Zuteilung. Dadurch trägt sie entscheidend dazu bei, dass Bausparen als verlässliche und planbare Form der Wohnungsbaufinanzierung wahrgenommen wird und sowohl individuelle als auch kollektive Ziele in einem ausgewogenen Verhältnis erfüllt werden.

Häufige Fragen zu „Bewertungszahl Bausparvertrag“

Die Bewertungszahl zeigt an, wie weit Ihr Bausparvertrag auf dem Weg zur Zuteilung ist. Sie ergibt sich aus der Höhe Ihres angesparten Guthabens und der bisherigen Laufzeit des Vertrags.

Die Bewertungszahl entscheidet mit darüber, wann Ihr Bausparvertrag zugeteilt werden kann. Erst wenn eine bestimmte Bewertungszahl erreicht ist, haben Sie Anspruch auf das Bauspardarlehen und können über das Geld wie geplant verfügen.

Die genaue Formel unterscheidet sich je nach Bausparkasse, meist fließen aber Ihr angespartes Guthaben, die Höhe der vereinbarten Bausparsumme und die Vertragslaufzeit ein. Vereinfacht gesagt gilt, je mehr und je länger Sie einzahlen, desto schneller steigt Ihre Bewertungszahl.

Jede Bausparkasse legt eine eigene Mindestbewertungszahl fest, ab der ein Vertrag zuteilungsreif ist. Zusätzlich müssen meist weitere Bedingungen erfüllt sein, zum Beispiel ein bestimmter Mindestansparbetrag.

Ihre aktuelle Bewertungszahl steht in den regelmäßigen Kontoauszügen oder Informationen Ihrer Bausparkasse. Oft können Sie sie auch im Onlinebanking oder in der App der Bausparkasse einsehen.

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