Barrierefreiheit Mietwohnung
Inhaltsverzeichnis
Der Begriff Barrierefreiheit Mietwohnung beschreibt alle baulichen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen, die notwendig sind, damit eine gemietete Wohnung von Menschen mit unterschiedlichen körperlichen oder sensorischen Einschränkungen selbstständig, sicher und ohne fremde Hilfe genutzt werden kann. Er umfasst sowohl den Zugang zum Gebäude und zur Wohnung als auch die Nutzung sämtlicher Wohnräume und haustechnischer Einrichtungen. Barrierefreiheit Mietwohnung ist damit ein zentrales Thema des modernen Wohnungswesens, der Sozialpolitik und des Mietrechts.
Begriffsbestimmung und Abgrenzung
Barrierefreiheit Mietwohnung ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Anforderungen. Diese Anforderungen richten sich an Vermieter, Planer, Bauunternehmen und auch an Mieter, die Anpassungen wünschen. Im Kern geht es darum, Hindernisse zu vermeiden oder zu beseitigen, die Menschen mit Behinderung oder ältere Menschen an einer gleichberechtigten Nutzung der Mietwohnung hindern würden. Typische Hindernisse sind Stufen, schmale Türen, fehlende Aufzüge, ungeeignete Sanitärbereiche oder nicht kontrastreiche und schwer wahrnehmbare Bedienelemente.
Im Gegensatz zu allgemein barrierefrei gestalteten Gebäuden legt Barrierefreiheit Mietwohnung den Fokus auf die konkrete Wohnnutzung im Mietverhältnis. Dabei wird unterschieden zwischen vollständig barrierefreien Wohnungen, die alle einschlägigen Normen erfüllen, und lediglich barrierereduzierten Wohnungen, die zwar Erleichterungen bieten, jedoch nicht alle Anforderungen abdecken. Für die Praxis ist diese Unterscheidung wichtig, weil sie Auswirkungen auf Fördermöglichkeiten, Baukosten und rechtliche Pflichten haben kann.
Rechtliche Grundlagen
Öffentliches Recht und technische Normen
Barrierefreiheit Mietwohnung orientiert sich häufig an gesetzlichen Vorgaben und technischen Normen. In vielen Ländern werden in Bauordnungen und speziellen Gesetzen Anforderungen an den barrierefreien Wohnungsbau formuliert. Diese Regelungen betreffen vor allem Neubauten und umfassende Umbauten. Sie legen zum Beispiel fest, wie breit Türen sein müssen, wie Aufzüge zu dimensionieren sind oder wie Bäder gestaltet sein sollen, damit sie mit Rollstuhl oder Gehhilfe genutzt werden können.
Technische Normen konkretisieren diese Vorgaben. Sie definieren Mindestmaße für Bewegungsflächen, Anforderungen an Bedienelemente, Greifhöhen, Kontraste und Beleuchtung. In der Praxis dient die Einhaltung dieser Normen als Orientierung, um Barrierefreiheit Mietwohnung planbar und überprüfbar zu machen. Auch wenn Normen nicht immer direkt rechtlich bindend sind, haben sie eine hohe Bedeutung bei der Beurteilung, ob eine Wohnung tatsächlich als barrierefrei gelten kann.
Mietrechtliche Aspekte
Im Mietrecht spielt Barrierefreiheit Mietwohnung zunehmend eine Rolle. Mieter mit Behinderung oder ältere Mieter können ein berechtigtes Interesse an baulichen Anpassungen haben, etwa an einem Treppenlift, einer bodengleichen Dusche oder Haltegriffen im Bad. Je nach Rechtsordnung ist geregelt, unter welchen Voraussetzungen solche baulichen Veränderungen zulässig sind, wann der Vermieter zustimmen muss und wie die Kosten zu verteilen sind.
Typischerweise gilt, dass Mieter für bauliche Veränderungen eine Zustimmung des Vermieters benötigen. Die Rechtslage kann vorsehen, dass der Vermieter diese Zustimmung nur aus wichtigem Grund verweigern darf, wenn die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit Mietwohnung erforderlich sind und die Substanz des Gebäudes nicht unzumutbar beeinträchtigen. Oft ist zudem festgelegt, ob der Mieter die Wohnung beim Auszug in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen muss oder ob die Anpassungen im Interesse künftiger Mieter bestehen bleiben dürfen.
Bauliche Merkmale barrierefreier Mietwohnungen
Gebäudeeingang und Erschließung
Ein zentrales Element von Barrierefreiheit Mietwohnung ist der stufenlose Zugang zum Gebäude. Der Weg vom öffentlichen Raum bis zur Wohnungstür soll ohne Treppen, mit geeigneter Neigung und ausreichend breiten Wegen gestaltet sein. Rampen, Aufzüge und automatische Türöffner sind typische Bestandteile. Wo Treppen unvermeidbar sind, können Treppenlifte oder Plattformlifte eine Lösung bieten.
- Stufenloser Zugang vom Gehweg zum Hauseingang
- Rutschhemmende und gut beleuchtete Wege
- Türbreiten, die auch mit Rollstuhl oder Rollator bequem passierbar sind
- Aufzüge mit ausreichender Kabinengröße und gut erreichbaren Bedienelementen
Die Erschließung innerhalb des Gebäudes ist ebenso wichtig. Flure sollen ausreichend breit sein, Schwellen sollen vermieden oder minimiert werden. So wird Barrierefreiheit Mietwohnung nicht nur an der Wohnungstür, sondern im gesamten Gebäude sichergestellt.
Eingangsbereich und Flur der Wohnung
In der Wohnung selbst beginnt Barrierefreiheit Mietwohnung mit einem gut nutzbaren Eingangsbereich. Dazu gehören genügend Bewegungsfläche zum Öffnen und Schließen der Tür, ausreichend Platz für einen Rollstuhl oder eine Gehhilfe sowie eine gut erreichbare Klingel und Gegensprechanlage. Kontraste zwischen Wänden, Türen und Bodenbelägen erleichtern die Orientierung, insbesondere für Menschen mit Sehbeeinträchtigung.
Flure sollen breit genug sein, damit Hilfsmittel genutzt und Drehungen durchgeführt werden können. Teppichkanten oder hohe Türschwellen können zur Stolperfalle werden und sind mit Blick auf Barrierefreiheit Mietwohnung möglichst zu vermeiden. Wo Schwellen technisch notwendig sind, können flache Übergangsprofile eingesetzt werden.
Wohnräume
Wohnzimmer, Schlafzimmer und andere Aufenthaltsräume sollen möglichst flexibel möblierbar sein. Die Planung von Barrierefreiheit Mietwohnung berücksichtigt daher großzügige Bewegungsflächen, ausreichend Steckdosen in erreichbarer Höhe und gut zugängliche Fenstergriffe. Große Fensterflächen verbessern die natürliche Belichtung und tragen zu einer sicheren Orientierung bei.
Die Bodenbeläge sollen rutschhemmend und eben sein. Glatte, aber nicht zu glatte Oberflächen, die leicht zu reinigen sind, bieten Vorteile für Nutzer und Pflegepersonen. Möbel sollten so angeordnet werden können, dass Wege frei bleiben und Hilfsmittel genutzt werden können. Ein barrierefreundlicher Grundriss vermeidet enge Ecken und Durchgänge, die die Bewegungsfreiheit einschränken.
Küche
Die Küche ist ein zentraler Raum, in dem sich Barrierefreiheit Mietwohnung besonders deutlich zeigt. Eine barrierefreie Küche ermöglicht es, Koch und Arbeitsbereiche sitzend oder stehenden Fußes zu nutzen. Unterfahrbare Arbeitsplatten, höhenverstellbare Elemente und gut erreichbare Schränke sind typische Merkmale.
- Arbeitsflächen in geeigneter Höhe, möglichst anpassbar
- Unterfahrbare Spüle und Kochstelle für Rollstuhlnutzer
- Auszüge statt tiefer Unterschränke
- Bedienelemente an der Vorderseite von Geräten
Kontrastreiche Gestaltung von Arbeitsflächen, Griffen und Bedienelementen erleichtert die Orientierung. Eine gute Ausleuchtung ohne Blendung unterstützt die sichere Nutzung. In der Summe trägt eine solche Gestaltung dazu bei, dass Barrierefreiheit Mietwohnung auch in der täglichen Haushaltsführung spürbar wird.
Bad und WC
Das Bad ist einer der sensibelsten Bereiche bei der Umsetzung von Barrierefreiheit Mietwohnung. Eine bodengleiche Dusche ohne hohe Einstiegskante ermöglicht das Duschen mit Rollstuhl oder Duschstuhl. Ausreichende Bewegungsfläche vor WC, Waschbecken und Dusche ist entscheidend, damit Hilfsmittel genutzt und Pflegehandlungen durchgeführt werden können.
- Stabile Haltegriffe an Dusche und WC
- Rutschhemmende Bodenbeläge
- Unterfahrbares Waschbecken mit ausreichend Beinfreiheit
- WC in geeigneter Sitzhöhe, eventuell mit Stützklappgriffen
Spiegel, Ablagen und Armaturen sollen so angebracht sein, dass sie im Sitzen und Stehen erreichbar sind. Thermostatarmaturen können Verbrühungen verhindern. Die sorgfältige Planung des Bades zeigt, wie umfassend Barrierefreiheit Mietwohnung gedacht werden muss, um Sicherheit, Komfort und Selbstständigkeit zu verbinden.
Technische Ausstattung und Bedienbarkeit
Bedienelemente und Haustechnik
Zur Barrierefreiheit Mietwohnung gehört auch eine leicht verständliche und gut erreichbare Haustechnik. Lichtschalter, Steckdosen, Heizkörperventile, Gegensprechanlagen und Fenstergriffe sollen in Höhen angebracht sein, die sowohl im Sitzen als auch im Stehen erreichbar sind. Große, klar beschriftete Schalter erleichtern die Bedienung. Visuelle und akustische Signale unterstützen Menschen mit Hör oder Sehbeeinträchtigung.
Moderne Smart Home Lösungen können Barrierefreiheit Mietwohnung zusätzlich verbessern. Per Sprachsteuerung oder App lassen sich Licht, Heizung, Rollläden und Türöffner bedienen, ohne dass Schalter direkt erreicht werden müssen. Solche Systeme können besonders für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit einen erheblichen Gewinn an Selbstständigkeit bedeuten, sofern sie einfach zu bedienen und zuverlässig sind.
Kommunikation und Sicherheit
Kommunikations und Sicherheitseinrichtungen tragen wesentlich dazu bei, dass Barrierefreiheit Mietwohnung nicht nur die physische Erreichbarkeit, sondern auch den Schutz der Bewohner umfasst. Gegensprechanlagen mit Bildübertragung, gut hörbare Klingeln, optional mit Lichtsignalen, und leicht bedienbare Türöffner gehören dazu. Rauchwarnmelder mit zusätzlicher Licht und Vibrationsfunktion können Menschen mit Hörbehinderung warnen.
Notrufsysteme, die sich in der Wohnung anbringen oder mittragen lassen, erhöhen die Sicherheit für alleinlebende ältere oder behinderte Menschen. Sie ermöglichen es, im Notfall schnell Hilfe zu rufen. Auf diese Weise erweitert Barrierefreiheit Mietwohnung den Begriff der Barrierefreiheit um Aspekte der Kommunikation und der Notfallvorsorge.
Soziale und gesellschaftliche Bedeutung
Inklusion und Teilhabe
Barrierefreiheit Mietwohnung ist ein wichtiges Instrument zur Förderung von Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe. Wenn Menschen mit Behinderung oder ältere Menschen in gewöhnlichen Wohnhäusern leben können, statt auf spezialisierte Einrichtungen angewiesen zu sein, stärkt dies ihre Selbstbestimmung und Integration in die Nachbarschaft. Barrierefreie Mietwohnungen ermöglichen es, am sozialen Leben teilzunehmen, Besuche zu empfangen und den Alltag eigenständig zu gestalten.
Barrierefreiheit Mietwohnung ist nicht nur eine technische Anforderung, sondern Ausdruck des Rechts auf gleichberechtigtes Wohnen.
Der Ausbau von Barrierefreiheit Mietwohnung trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen und Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung zu erleichtern. Kinder lernen früh, dass unterschiedliche körperliche Voraussetzungen zum Alltag gehören. Nachbarschaften werden vielfältiger und lebendiger, wenn Barrieren abgebaut werden.
Demografischer Wandel
Mit dem demografischen Wandel steigt der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung. Viele von ihnen wünschen sich, möglichst lange in der eigenen Wohnung zu bleiben. Barrierefreiheit Mietwohnung wird damit zu einer Voraussetzung für selbstbestimmtes Wohnen im Alter. Treppen, enge Bäder oder fehlende Aufzüge können dazu führen, dass ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung notwendig wird, obwohl die Pflege eigentlich ambulant organisiert werden könnte.
Eine vorausschauende Wohnungsplanung berücksichtigt diese Entwicklung. Wohnungen, die bereits beim Bau auf Barrierefreiheit Mietwohnung ausgelegt sind, können flexibel über den gesamten Lebenszyklus genutzt werden. Sie eignen sich für junge Familien ebenso wie für ältere Menschen oder Personen mit Behinderung. Auf diese Weise entsteht ein Wohnungsbestand, der langfristig nutzbar ist und gesellschaftliche Ressourcen schont.
Wirtschaftliche Aspekte
Kosten und Investitionen
Die Umsetzung von Barrierefreiheit Mietwohnung ist mit Investitionen verbunden. Breitere Türen, Aufzüge, bodengleiche Duschen oder intelligente Haustechnik verursachen zunächst höhere Baukosten. Langfristig können sich diese Investitionen jedoch auszahlen. Barrierefreie Wohnungen sind für eine größere Zielgruppe attraktiv, sie lassen sich meist besser vermieten und bieten stabile Nutzungsmöglichkeiten über viele Jahre.
Förderprogramme können die Mehrkosten ausgleichen. In vielen Regionen werden Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit Mietwohnung finanziell unterstützt, sei es beim Neubau oder bei der Modernisierung bestehender Gebäude. Solche Programme richten sich an private Vermieter, Wohnungsunternehmen und teils auch an Mieter, die Umbaumaßnahmen in der eigenen Wohnung planen. Die Verknüpfung von Förderung und klaren Qualitätskriterien stellt sicher, dass die Mittel zielgerichtet eingesetzt werden.
Wertsteigerung und Marktchancen
Barrierefreie Mietwohnungen können eine Wertsteigerung für Immobilien bedeuten. Ein Gebäude, das einen hohen Anteil barrierefreier Einheiten aufweist, ist zukunftssicherer und spricht eine breite Mietergruppe an. Familien mit Kinderwagen, Menschen mit temporären Verletzungen und ältere Personen profitieren ebenso wie dauerhaft mobilitätseingeschränkte Menschen. Barrierefreiheit Mietwohnung ist damit nicht nur ein sozialpolitisches, sondern auch ein wirtschaftliches Thema.
Auf angespannten Wohnungsmärkten kann ein Angebot an barrierefreien Wohnungen ein Wettbewerbsvorteil sein. Wohnungsunternehmen, die frühzeitig auf Barrierefreiheit Mietwohnung setzen, positionieren sich als verantwortungsbewusste und moderne Anbieter. Dies stärkt das Image und kann die Mieterzufriedenheit erhöhen, weil sich Bewohner ernst genommen und langfristig gut aufgehoben fühlen.
Praktische Umsetzung und Planung
Bestandsanpassung
Ein großer Teil des Wohnungsbestands ist nicht barrierefrei. Deshalb spielt die nachträgliche Anpassung eine bedeutende Rolle. Barrierefreiheit Mietwohnung im Bestand umzusetzen, erfordert sorgfältige Planung und oft kreative Lösungen. Nicht jedes Gebäude erlaubt den Einbau eines Aufzugs oder einer komplett barrierefreien Wohnung. Dennoch können einzelne Maßnahmen wie die Verbreiterung von Türen, der Einbau einer bodengleichen Dusche oder die Anbringung von Haltegriffen den Wohnalltag deutlich erleichtern.
Bei der Planung solcher Maßnahmen ist eine enge Abstimmung zwischen Vermieter, Mieter, Fachplanern und Handwerkern erforderlich. Oft müssen statische Gegebenheiten, Leitungsführungen und Brandschutzanforderungen berücksichtigt werden. Die schrittweise Umsetzung von Barrierefreiheit Mietwohnung kann sinnvoll sein, wenn umfangreiche Umbauten nicht sofort realisierbar sind. So lassen sich mit begrenzten Mitteln spürbare Verbesserungen erzielen.
Neubauplanung
Im Neubau ist es deutlich einfacher, Barrierefreiheit Mietwohnung konsequent zu berücksichtigen. Von Anfang an können Grundrisse, Erschließungswege und technische Ausstattung so geplant werden, dass sie den Anforderungen an Barrierefreiheit entsprechen. Dabei werden Bewegungsflächen, Türbreiten, Aufzugslagen und Badausstattungen systematisch in die Planung einbezogen.
Eine vorausschauende Planung bedeutet nicht zwangsläufig, dass jede Wohnung vollständig barrierefrei ausgestattet sein muss. Oft genügt es, die strukturellen Voraussetzungen zu schaffen, etwa durch tragfähige Wände an den richtigen Stellen, ausreichend große Bäder und stufenlose Zugänge. Die konkrete Ausstattung kann dann je nach Bedarf nachgerüstet werden. Auf diese Weise verbindet Barrierefreiheit Mietwohnung Flexibilität mit Zukunftssicherheit.
Information und Kennzeichnung
Transparente Beschreibung von Wohnungsangeboten
Für Wohnungssuchende ist es wichtig zu wissen, ob eine Wohnung barrierefrei ist und in welchem Umfang. Eine klare und verlässliche Beschreibung ist daher ein wesentlicher Bestandteil von Barrierefreiheit Mietwohnung im praktischen Sinne. Vermieter und Wohnungsunternehmen können in Exposés, Anzeigen und Onlineplattformen angeben, welche Merkmale vorhanden sind, etwa Aufzug, stufenloser Zugang, bodengleiche Dusche oder unterfahrbares Waschbecken.
Eine einheitliche Kennzeichnung hilft, Missverständnisse zu vermeiden. Der Begriff barrierefrei sollte nur verwendet werden, wenn tatsächlich wesentliche Anforderungen erfüllt sind. Andernfalls können Begriffe wie barrierearm oder altersgerecht genutzt werden. So wissen Interessenten, ob die angebotene Wohnung ihren individuellen Bedürfnissen entspricht und in welchem Umfang Barrierefreiheit Mietwohnung tatsächlich gegeben ist.
Beratung und Unterstützung
Die Planung und Umsetzung von Barrierefreiheit Mietwohnung ist komplex. Spezialisierte Beratungsstellen, Architekten und Fachplaner können Vermieter und Mieter dabei unterstützen, geeignete Maßnahmen zu finden. Sie helfen bei der Beurteilung des baulichen Bestands, bei der Auswahl sinnvoller Umbauten und bei der Beantragung von Fördermitteln.
Auch Selbsthilfeorganisationen und Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderung spielen eine wichtige Rolle. Sie bringen praktische Erfahrungen ein und können dazu beitragen, dass Barrierefreiheit Mietwohnung nicht nur auf dem Papier, sondern im Alltag funktioniert. Durch den Austausch zwischen Fachleuten und Betroffenen entstehen Lösungen, die sowohl technisch als auch menschlich überzeugen.
Herausforderungen und Perspektiven
Konflikte zwischen Denkmalschutz, Kosten und Bedarf
Die Umsetzung von Barrierefreiheit Mietwohnung kann auf Hindernisse stoßen. In denkmalgeschützten Gebäuden sind bauliche Veränderungen nur eingeschränkt möglich. Treppenhäuser oder Fassaden dürfen oft nicht wesentlich verändert werden, was den Einbau von Aufzügen oder Rampen erschwert. Hier sind kreative und individuell angepasste Lösungen gefragt, um dennoch Verbesserungen zu erreichen.
Auch finanzielle Grenzen können eine Rolle spielen. Kleinere Vermieter haben möglicherweise nicht die Mittel, umfangreiche Umbauten vorzunehmen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an barrierefreien Wohnungen. Die Herausforderung besteht darin, Wege zu finden, wie Barrierefreiheit Mietwohnung trotz begrenzter Ressourcen Schritt für Schritt realisiert werden kann. Förderprogramme, steuerliche Anreize und kooperative Modelle zwischen öffentlicher Hand und Wohnungswirtschaft können dazu beitragen.
Technologische Entwicklungen
Die fortschreitende Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten für Barrierefreiheit Mietwohnung. Intelligente Assistenzsysteme können Bewegungen erkennen, Stürze melden oder an die Einnahme von Medikamenten erinnern. Sprachgesteuerte Systeme erlauben die Bedienung von Licht, Heizung und Mediengeräten, ohne Schalter oder Fernbedienungen nutzen zu müssen. Virtuelle Assistenten können Informationen bereitstellen, Termine verwalten und bei Bedarf Hilfe organisieren.
Damit solche Systeme einen echten Beitrag zur Barrierefreiheit Mietwohnung leisten, müssen sie zuverlässig, einfach zu bedienen und datenschutzgerecht gestaltet sein. Sie sollen die Selbstständigkeit unterstützen und nicht neue Abhängigkeiten schaffen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Technikentwicklern, Wohnungswirtschaft und Nutzern ist notwendig, um praxistaugliche Lösungen zu entwickeln.
Zusammenfassende Einordnung
Barrierefreiheit Mietwohnung bezeichnet die Gesamtheit aller baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen, die eine Mietwohnung für Menschen mit unterschiedlichen körperlichen und sensorischen Fähigkeiten ohne fremde Hilfe nutzbar machen. Sie reicht vom stufenlosen Zugang über barrierefreie Bäder und Küchen bis hin zu leicht bedienbarer Haustechnik und geeigneten Sicherheits und Kommunikationssystemen. In rechtlicher Hinsicht verbindet Barrierefreiheit Mietwohnung bauordnungsrechtliche Vorgaben, technische Normen und mietrechtliche Bestimmungen, die den Ausgleich zwischen den Interessen von Mietern und Vermietern regeln.
Gesellschaftlich trägt Barrierefreiheit Mietwohnung zur Inklusion, zur Teilhabe und zur Bewältigung des demografischen Wandels bei. Wirtschaftlich eröffnet sie Chancen für eine langfristig tragfähige Wohnungsbewirtschaftung und eine Erweiterung der Zielgruppen. In der Praxis erfordert sie sorgfältige Planung, fachkundige Beratung und oft auch schrittweise Anpassungen des Bestands. Trotz mancher Herausforderungen zeigt sich, dass Barrierefreiheit Mietwohnung ein wesentlicher Baustein für ein zukunftsfähiges, gerechtes und menschenfreundliches Wohnungswesen ist, das unterschiedlichen Lebenslagen und Lebensphasen gerecht wird und damit den Anspruch auf selbstbestimmtes Wohnen umfassend unterstützt.
Häufige Fragen zu „Barrierefreiheit Mietwohnung“
Barrierefreiheit in einer Mietwohnung bedeutet, dass die Wohnung und der Zugang dazu so gestaltet sind, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen sie ohne fremde Hilfe nutzen können. Dazu gehören zum Beispiel stufenlose Zugänge, ausreichend breite Türen und ein gut erreichbares Bad.
Ein allgemeiner Anspruch auf eine komplett barrierefreie Wohnung besteht in der Regel nicht. Allerdings dürfen Menschen mit Behinderung nicht benachteiligt werden und können unter bestimmten Voraussetzungen verlangen, dass der Vermieter angemessenen Umbauten zustimmt, wenn sie diese selbst bezahlen.
Typische Merkmale sind ein stufenloser oder mit Rampe erreichbarer Hauseingang, ein Aufzug, breite Türen und Flure sowie ein schwellenloses Bad mit ausreichend Bewegungsfläche. Auch gut erreichbare Lichtschalter und Steckdosen sowie rutschhemmende Bodenbeläge gehören häufig dazu.
In vielen Fällen muss der Mieter gewünschte Umbauten zunächst selbst bezahlen, zum Beispiel den Einbau von Haltegriffen oder den Umbau der Dusche. Es gibt jedoch Förderprogramme und Zuschüsse etwa von Pflegekassen oder staatlichen Stellen die einen Teil der Kosten übernehmen können.
Größere bauliche Veränderungen müssen Sie immer mit dem Vermieter schriftlich vereinbaren. Oft wird festgelegt, was beim Auszug wieder zurückgebaut werden muss und wer dafür die Kosten trägt, damit es später keinen Streit gibt.

