Feuchtigkeitsmessungen

In bewohnten Räumen kann es bei gestörtem Luftaustausch oder durch Eindringen von Feuchtigkeit zu gesundheitsschädlicher Schimmelpilzbildung kommen. Insbesondere in den Wintermonaten ist häufig im Außenwandbereich eine Schimmelbildung sichtbar.

Um festzustellen ob im Mauerwerk oder im Estrich ein zu hoher Feuchtegehalt vorhanden ist, gibt es verschiedene Messverfahren. Unterscheiden muss man grundsätzlich zwischen direkten Verfahren, die die Entnahme einer Probe erforderlich machen und den indirekten Verfahren, die schnell und zerstörungsfrei einen Messwert liefern. Wir verwenden grundsätzlich nur Messverfahren die zerstörungsfrei sind.

Feuchteverteilung

Um die Feuchteverteilungen im oberflächennahen Bereich zu messen, setzen wir auf eine Widerstandsmessung. Bei dieser Methode wird die elektrische Leitfähigkeit gemessen. Umso höher die Feuchtigkeit ist, umso besser ist die elektrische Leitfähigkeit. Um aussagekräftige Messwerte zu erhalten, werden die ermittelten Werte auf einen trockenen Vergleichswert bezogen. Durch eine Rasterfeldmessung ist es möglich, die Feuchteverteilung, z.B. innerhalb einer Wand, auch grafisch darzustellen.

Um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden, setzen wir auf das Multifunktionsmessgerät T3000 der Firma Trotec. Damit können wir -abhängig vom eingesetzten Sensor- Luftfeuchte, Lufttemperatur, Oberflächentemperatur,  Taupunkt, kritischer Taupunkt, Baufeuchte u.v.m. zuverlässig messen und bestimmen.

Taupunkt- und Oberflächentemperaturbestimmung

Bei der Ursachenanalyse für Schimmelbildung stellt sich in der Praxis häufig die Frage, ob es sich um einen Baumangel bzw. Bauschaden oder um falsches Lüftungsverhalten handelt. Die Kondenswasser- bzw. Schimmelbildung ist dabei von drei wesentlichen Faktoren – der Raumtemperatur, der relativen Luftfeuchtigkeit und der entsprechenden Oberflächentemperatur – abhängig. Aus diesen drei Messwerten ergibt sich die Taupunkttemperatur. Das ist die Temperatur bei der sich auf einem Gegenstand (bei vorhandener Feuchte) ein Gleichgewichtszustand von kondensierendem und verdunstendem Wasser einstellt, mit anderen Worten die Kondensatbildung gerade einsetzt. So kann sehr genau festgestellt werden, ob falsches Heiz- und/oder Lüftungsverhalten (z.B. passives Heizen) oder eine Wärmebrücke die Ursache für die Schimmelbildung ist.

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Häufige Fragen

  • Was kostet eine Feuchtigkeitsmessung?

    Die nachstehenden Preise verstehen sich inkl. 19 % MwSt. und Fahrtkosten bis zu einer Entfernung von 25 km ab Bad Liebenzell bzw. Baden-Baden.  Ab dem 26. km werden Fahrtkosten mit 0,71 € inkl. 19 % MwSt je km in Rechnung gestellt.

    Feuchtigkeitsmessung Preis
    Ortstermin (bis zu 2 Stunden ) + schriftliches Gutachten 249,00 €
    Ortstermin (bis zu 3 Stunden ) + schriftliches Gutachten 349,00 €
    Ortstermin (bis zu 4 Stunden ) + schriftliches Gutachten 449,00 €
    umfangreichere Feuchtigkeitsmessungen auf Anfrage
  • Welche Sensoren werden zur Messung eingesetzt?

    TS 660 SDI Materialfeuchte-Sensor

    Das Einsatzgebiet dieses dielektrischen Feuchtesensors TS 660 SDI liegt in der zerstörungsfreien, indikativen Ermittlung von Feuchteverteilungen in oberflächennahen Bereichen bis 4 cm.

    TS 610 SDI Materialfeuchte-Sensor

    Durch die Mikrowellentechnik eignet sich der TS 610 SDI zur zerstörungsfreien, indikativen Tiefen-Feuchtemessung bis zu einer Materialtiefe von 30 cm. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist die Unabhängigkeit vom Versalzungsgrad des Materials. Beim Mikrowellenverfahren spielt es daher keine Rolle, ob ein älteres oder neues Bauwerk (hygroskopische Feuchteerscheinungen) vermessen wird.

    TS 210 SDI Klimasensor

    Sensor zur Messung von Lufttemperatur und Luftfeuchte. Ermittelt werden relative Feuchte (r.H.), absolute Feuchte (g/m³), spezifische Feuchte (g/kg -> nur T3000) Lufttemperatur (°C, °F) und Taupunkttemperatur (dp °C, dp °F). Temperatur- und Feuchtemesswerte werden gleichzeitig in Echtzeit auf dem Display des T3000 dargestellt. Wahlweise können zusätzlich zum Messwert auch dessen Minimal-, Maximal- oder Durchschnittswert angezeigt werden.

    TS 131/150 SDI Temperatursensor

    Der Sensor der Genauigkeitsklasse 2 eignet sich besonders für den Einsatz zur Taupunkttemperaturkontrolle. Durch seine Bauform lässt sich die Oberflächentemperatur besonders genau ermitteln. Neben dem gemessenen Temperaturwert können zusätzlich auch Minimal-, Maximal-, und Durchschnitts-Wert angezeigt oder der aktuell ermittelte Messwert gehalten werden.

    TS 060 Hand-Elektrode

    Einsatzgebiete sind die Erfassung der Feuchte bei weichen Baustoffen wie Gips oder Putzmörtel bis zu einer max. Eindringtiefe von 54 mm.